INITIATIVE

 

OBERTEISENDORF

 

Verkehrentlastung und Ortsgestaltung in Oberteisendorf auch ohne Westumfahrung möglich

Nach Ansicht der Bürgerinitiative "Lebenswertes Oberteisendorf" sind Verbesserungen bei der Ortsgestaltung von Oberteisendorf und die Lösung der Verkehrsprobleme dieses Gemeindeteils auch ohne den Bau einer Westumfahrung möglich. Bei einem Treffen der Initiative wies Monika Spiegelsperger darauf hin, dass die vor kurzem präsentierten Ergebnisse der Bürgerbefragung bezüglich Ortsgestaltung und Verkehrslösungen für Oberteisendorf sich im wesentlichen mit den Vorschlägen von "Lebenswertes Oberteisendorf" deckten. Das Ergebnis ist, dass die meisten Bürger sowie der Gemeinderat und auch alle Bürgermeister-Kandidaten der verschiedenen Parteien eine Verbesserung wollen. Nun müsse geprüft werden, in welcher Reihenfolge die Vorschläge umgesetzt werden könnten. Die sogenannte Nordumfahrung der B 304 sei laut Straßenbauamt frühestens in 20 bis 30 Jahren realisierbar. Die Verkehrsprobleme durch die B 304 sind nach Ansicht von Gerda Tries aber vorrangiges Verkehrsthema für Oberteisendorf. Deshalb sollte dieses Thema auch in den Vordergrund gestellt werden. Eine Ortskernverbesserung in Oberteisendorf könne jederzeit auch ohne Westumfahrung angegangen werden. Seitens der Gemeinde seien bisher Maßnahmen wie Sträucher und Bäume ausschneiden, Häuserfassaden verbessern, Bäume pflanzen und einen Zugang zur Oberteisendorfer Ache zu schaffen genannt worden. Ob all diese Vorschläge ausreichten, um die Gestaltung des Ortskerns deutlich zu verbessern, müsse umfassend diskutiert werden, so Josef Schallinger. Als Begründung für den Bau einer Westumfahrung reichten diese Verbesserungsvorschläge aber nicht. Ausserdem müsse man die Vor- und Nachteile beim Bau einer Westumfahrung abwägen. Immerhin handele es sich bei der Staatsstraße 2103 durch Oberteisendorf um eine Verkehrsader mit gerade mal 3100 Fahrzeugen am Tag. Es bestehe eine Fußgängerampel und Gehsteige wären vorhanden. Dem stünden gewaltige Eingriffe in die intakte Natur am Westrand Oberteisendorfs gegenüber. Im Vergleich zur Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2103 durch Oberteisendorf stelle sich die Situation in der Holzhausener Straße mit immerhin 1150 Fahrzeugen am Tag deutlich schlechter dar. Dort gebe es keine Gehsteige und zur Überquerung der B 304 fehle eine vernünftige Lösung. Nach dem Bau einer Westumfahrung würden die Verkehrszahlen auf der B 304 und in der Holzhausener Straße ansteigen. Auch in Rückstetten und in Achthal sei mit zunehmendem Verkehr zu rechnen. Wenn in ein oder zwei Jahren die B 304 neu asphaltiert werde, vielleicht sogar mit Flüsterasphalt, könne man die zahlreichen Anregungen der Bürgerinitiative "Lebenswertes Oberteisendorf" in Angriff nehmen und die Verkehrssituation in Oberteisendorf um ein gutes Stück verbessern. Verständnis hat Adi Ebersberger für die Haltung vieler Grundstücksbesitzer, die ihren Grund nicht für eine geplante Westumfahrung verkaufen wollen. Für viele Landwirte sei der Grundbesitz ihr Betriebskapital. Dies sollte seitens der Gemeinde auch respektiert werden, vor allem weil es viele bessere Vorschläge zur Lösung der Verkehrsprobleme in Oberteisendorf gebe. Die seien schon vor längerer Zeit der Gemeinde vorgestellt worden und wären auch unter der homepage www.oberteisendorf.com nachzulesen.

35 Meter hoher Funkmasten in Gierstling

In Gierstling ist ein ca. 35 m hoher Funkmasten für Tetra- und auch für Mobilfunk geplant. Der Betreiber hat die Möglichkeit, den Masten an beliebig viele Mobilfunkanbieter zu vermieten, ohne dass die Gemeinde ein Mitbestimmungsrecht hat. Wir sind nicht dagegen, dass unsere Rettungsdienste ein besseres Funksystem bekommen, aber Tetrafunk ist sehr umstritten bezüglich Kosten, Funktion und Gesundheitsgefährdung. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift. Auch Kinder und Jugendliche sind unterschriftsberechtigt.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Unterschriftenliste zum Ausdrucken

 

mehr Informationen finden Sie unter:

www.stoppt-tetrafunk.de

www.tetrafunkfreies-rueckstetten.de

 

 

29.06.2013

Tetrafunk in Teisendorf weiter in der Kritik

Die Einführung des Terafunks im Gemeindegebiet Teisendorf wird bei vielen Gemeindebürgern nach wie vor kritisch gesehen. Zu einer Informationsveranstaltung am Dienstag, den 25.06. kamen mehr als 70 Besucher in den restlos gefüllten Pfarrsaal in Oberteisendorf. In seiner Einleitung stellte Moderator Simon Angerpointner heraus, dass es immer wieder Meldungen bezüglich einer einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch den Mobilfunk im Allgemeinen und durch den Tetrafunk im Besonderen gebe. Außerdem werde immer wieder die Funktionsfähigkeit des Systems in Frage gestellt. Diesen und anderen Fragen wolle man im Rahmen der Informationsveranstaltung auf den Grund gehen.
Marktgemeinderat Edwin Hertlein zitierte in seiner Stellungnahme aus dem aktuellen Jahresbericht des Bayrischen Obersten Rechnungshofes. Dieser hatte unter anderem bemängelt, dass es nach wie vor offen sei, ob, wann und mit welchem finanziellen Aufwand eine flächendeckende Nutzung des Digitalfunks in Bayern erreicht werden könne. Konkret habe der Rechnungshof unter anderem die Kostensteigerung von 649,3 Millionen €auf nunmehr 1.073,4 Milliaren € moniert. Weiter sei vom Rechnungshof die unzureichende Abstimmung zwischen verschiedensten Beteiligten und die unzureichende Öffentlichkeitsarbeit bemängelt worden. Auch sei die Teilnahme der nichtstaatlichen Rettungsdienste keineswegs gesichert. Angesichts dieses Sachstandes ist es für Hertlich wenig sinnvoll, über konkrete Standortfragen jetzt schon endgültig abzustimmen. Kritik übte Hertlein auch am Vertreter der Firma Telent, Herrn Ulrich Wittfeld, anlässlich dessen Auftritts in der letzten Gemeinderatssitzung. Aus seiner Sicht habe Wittfeld nur wenig Sachkompetenz erkennen lassen. in seiner Eingangsfolie habe er Teisendorf in den Landkreis Rosenheim "verfrachtet". Auf konkrete Nachfragen, zum Beispiel über die gewaltigen Kostensteigerungen, habe er keine Auskunft geben können. Ebenso "inkompetent" habe er, so Hertlein weiter, das Vorgehen der Firma in den letzten vier Jahren empfunden. Ob überhaupt ein Mast im Gemeindegebiet benötigt werde, sei wiederholt unterschiedlich bewertet worden. Immer wieder wären unterschiedliche Standorte ins Gespräch gebracht worden.
Martin Thaler, Diplom-Ingenieur im Bereich Hochfrequenztechnik und ehemaliger Strahelnschutzbeauftragter des Roten Kreuzes, referierte über mögliche gesundheitliche Auswirkungen des Mobilfunks. Nach seinen Recherchen sind inzwischen zahlreiche gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt worden. Unter anderem steige das Krebsrisiko. Anwohner klagten über Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Der Anteil sogenannter elektrosensibler Menschen nehme drastisch zu. Angesichts dieser Fakten sei es ihm unverständlich, weshalb die Grenzwerte in Deutschland nicht deutlich gesenkt würden. Der Grenzwert in Deutschland sei um ein vielfaches höher als in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Auch sei die Funktionsfähigkeit des Mobilfunkes mit einem Bruchteil der nach heutigen Grenzwerten zulässigen Sendeleistung völlig störungsfrei möglich. Der Tetrafunkmast in Gierstling stellt aus Sicht Thalers durchaus eine erhebliche Strahlungsquelle für die unmittelbaren Nachbarn, aber ebenso für entferntere Ortsteile dar.
In der lebhaften Diskussion meldeten sich zahlreiche Gemeindebürger zu Wort und forderten vom Gemeinderat eine Ablehnung des Standortes Gierstling. Von Stefan Grünäugl kam der Vorschlag, den Teisenberg als Standort zu prüfen, sollte unbedingt in Teisendorf ein Standort nötig sein. Gisela Bechmann brachte erneut den Vorschlag der Bürgerinitiative Tetrafunkfreies Rückstetten auf Erlass einer Satzung mit Festlegung eines Mindestabstands von Mobilfunkmasten ins Gespräch, um auf diese Weise von Seiten der Gemeinde die Aufstellung von Mobilfunkmasten steuern zu können.
Zum Schluss der Veranstaltung stellte Andrea Hafenmayer eine Unterschriftenaktion zur Verhinderung des Tetrafunkmasten in Gierstling vor. Die Unterschriftenlisten werden unter anderem bei Edeka Sturm und in der Bäckerei Kern im Oberteisendorf ausgelegt.

 

 

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Verlegung der Staatsstrasse 2102 gestorben?

Zahlreiche Grundbesitzer stellen ihren Grund nicht zur Verfügung

Können die Pläne zum Bau einer Umgehungsstrasse für die Staatsstrasse 2102 im Westen von Oberteisendorf schon ad acta gelegt werden, bevor die Planung so richtig begonnen hat? Jedenfalls haben zahlreiche Grundbesitzer bei einem Ortstermin den Teisendorfer Grünen eine Liste mit insgesamt 14 Unterschriften von Grundbesitzern übergeben. Mit ihrer Unterschrift bekunden die Unterzeichner, dass sie für den Bau der geplanten Westumgehung von Oberteisendorf zur Verlegung der Staatsstrasse 2102 keinen Grund und Boden zur Verfügung stellen werden. Grünen-Marktgemeinderat Edwin Hertlein vertrat die Ansicht, dass aufgrund der Willensbekundung der 14 Unterzeichner alle weiteren Planungen für die Westumgehung von Oberteisendorf umgehend eingestellt werden sollten. So wie das Verfahren geplant sei, nämlich mit einer Baulastträgerschaft durch die Marktgemeinde, könnten keine Enteignungen vorgenommen werden. Somit sei jeder weitere Planungsschritt reine Zeitverschwendung. Die Diplom-Biologin Ilse Englmaier erläuterte, dass die geplante Trasse offensichtlich ein FFH-Gebiet tangiere und deshalb eine FFH-Verträglichkeitsprüfung unumgänglich sei. Bei der Ortsbesichtigung konnten sich die Teilnehmer ein Bild davon machen, in welch senbliblem Naturraum, noch dazu in unmittelbarer Nähe einiger Wohnhäuser, die geplante Trasse verlaufen soll. Alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass diese Trasse unbedingt verhindert werden müsse.

 

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